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Hygienekonzepte – Das Gute ist der Feind des Besseren

Während der Corona Pandemie sind Hygienekonzepte zum Pflichtbestandteil für fast alle Arten von Veranstaltungen geworden. Diese können vom Veranstalter selbst oder aber von einem externen Dienstleister, der sich auf die Erstellung von Schutz- und Hygienekonzepten spezialisiert hat, erstellt werden. Bei der Erarbeitung eines solchen Hygieneplans kommt es darauf an, durch konzeptionelle und technische Lösungen das optimale Hygienekonzept für jede Location zu finden und somit für die maximale Sicherheit der Teilnehmer zu sorgen. 

Was genau ist ein Hygienekonzept? 

Ein Hygienekonzept oder auch Hygieneplan enthält, laut Definition, schriftlich niedergelegte Anweisungen zur Einhaltung und Gewährleistung bestimmter Hygienestandards, um die Verbreitung und von und die Infektionen mit Krankheiten zu vermeiden oder diesen vorzubeugen. In einem Hygienekonzept müssen alle Maßnahmen zur Einhaltung der Schutz- und Hygienevorschriften dokumentiert werden. In Räumen, in denen bestimmte Hygiene- und Schutzbedingungen gelten, muss durch Aushänge oder entsprechend geschultes Personal auf die Maßnahmen hingewiesen werden. Die Umsetzung eines Hygienekonzeptes sollte gut überwacht werden, damit sich alle Personen, für die der Hygieneplan gilt, auch daranhalten. Im Rahmen der Corona Pandemie sind Hygienekonzepte für die Durchführung von Veranstaltungen, die Öffnung von Geschäften, Restaurants und Gaststätten und für Vereinstätigkeiten in ganz Deutschland Pflicht. Individuelle Hygiene- und Schutzkonzepte werden von den örtlichen Behörden und Gesundheitsämtern geprüft, genehmigt und auch regelmäßig kontrolliert. 

Was machen Hygienebeauftragte? 

Die Aufgaben eines Hygienebeauftragten sind vielfältig. Sie sogen für die Klärung aller hygienerelevanten Themen und Fragestellungen und dafür, dass die Infektionsprävention sichergestellt ist. Häufig werden Hygienebeauftrage von Dienstleitstern gestellt, die auch als Berater für alle hygienerelevanten Themen diesen. Durch eine qualifizierte Weiterbildung können Unternehmen ihre Mitarbeiter aber auch zum Hygienebeauftragten schulen lassen. Bestandteil dieser Weiterbildung sind unter anderem das Erstellen von Hygieneplänen und das Erlernen und Verstehen von Gesetzen, Vorschriften und Richtlinien (ISO 22000). 

Hygienekonzept erstellen 

In Deutschland gibt es keine gesetzlichen Vorgaben zum Aufbau und Inhalt eines Hygieneplans, dennoch sollte er bestimmte Punkte berücksichtigen. Diese sollten immer auch an die individuellen Gegebenheiten der jeweiligen Veranstaltung angepasst werden. Es gibt zwei Möglichkeiten, ein Hygienekonzept zu erstellen. In Zusammenarbeit mit einem professionellen Dienstleister für individuelle Hygiene- und Schutzkonzepte oder anhand einer Hygieneschutzvorlage von der IHK oder vom Gesundheitsamt. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile, die bei der Planung einer Veranstaltung bedacht werden müssen. Näheres dazu findet sich weiter unten im Text. 

Inhalt eines Hygienekonzeptes 

Jedes Hygienekonzept sollte natürlich genau passend für die Veranstaltung oder die Räumlichkeiten erstellt werden. Neben allen individuellen Voraussetzungen gibt es dennoch Punkte, die innerhalb jedes Hygienekonzeptes bedacht werden sollten. Es sollte die Regelung einiger organisatorischer Punkte sowie genereller Sicherheits- und Hygieneregeln beinhalten. 

Organisatorische Punkte eines Hygienekonzeptes: 

  • Vorab muss geklärt werden, wer der Veranstalter ist und somit die Verantwortung für die Durchsetzung der Hygieneregeln hat. Dieser kann dann zusätzlich einen Hygienebeauftragten bestimmen, aber am Ende haftet der Veranstalter. 
  • Für Mitarbeiter gelten auf Veranstaltungen nicht nur die, aufgrund von Corona beschlossenen Schutz- und Hygienemaßnahmen, sondern auch die immer geltenden arbeitsmedizinischen Schutz- und Vorsorgeregelungen. Außerdem sind zu jeder Zeit die Vorgaben des bestehenden Hygienekonzepts für die Gastronomie zu beachten. 
  • Grundsätzlich gilt, was während der Pandemie für alle Bereiche von Zusammenkünften mehrerer Personen gilt: physische Kontakte zu anderen Menschen sind auf ein Minimum zu reduzieren und es empfiehlt sich, sich möglichst nur mit den gleichen Personen zu treffen. Der empfohlene Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 Metern soll zu jederzeit eingehalten werden können und geschlossene Räume müssen regelmäßig und ausreichend gelüftet werden. Auch Fluchtwege müssen über eine gewisse Breite verfügen, um im Notfall eine sichere Auflösung der Veranstaltung zu gewährleisten. 
  • Die maximal erlaubte Teilnehmerzahl darf zu keinem Zeitpunkt überschritten werden. Je Bundesland gibt es hier unterschiedliche Regelungen, die beachtet werden müssen. 
  • Alle Teilnehmer müssen über die Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen informiert werden. Dies kann durch geschultes Personal, Aushänge, Vorabinformationen im Internet oder Flyer auf Tischen und Sitzplätzen geschehen. 
  • Die Einhaltung des Schutz- und Hygienekonzepts muss konsequent durchgesetzt werden können. Personen, die sich nicht daranhalten, müssen sofort von der Veranstaltung ausgeschlossen. Hier darf der Veranstalter von seinem Hausrecht Gebrauch machen.  
  • Für den Fall einer nachträglich identifizierten COVID-19-Erkrankung muss die Identifikation aller Teilnehmer und ihrer nachgewiesenen Kontakte gewährleistet sein.  
  • Außerdem müssen folgende Fragen zur Kontrolle der Einhaltung der Hygieneschutzregeln vorab geklärt werden:  
  • Wie kann eine Kontrolle erfolgen? 
  • Wo kann kontrolliert werden? 
  • Wie kann eine Warteschlange vermeiden werden? 
  • Wie können die Hygienerichtlinien trotz Warteschlange eingehalten werden? 

Generelle Sicherheits- und Hygieneregeln für Hygienekonzepte: 

  • Folgende Personen sind direkt von der Veranstaltung auszuschließen:  
  • Personen, die in den letzten zwei Wochen Kontakt zu COVID-19-positiv getestet Personen hatten 
  • Personen mit unspezifischen Krankheitssymptomen und respiratorischen Symptomen jeder Schwere 
  • Für den Fall, dass Teilnehmer während der Veranstaltung Symptome entwickeln, müssen diese den Veranstaltungsort sofort verlassen.  

Alle Teilnehmer einer Veranstaltung müssen vorab über einen möglichen Ausschluss aufgrund der oben genannten Gründe informiert werden. 

  • Es müssen ausreichend Möglichkeiten zur richtigen Händehygiene vorhanden sein. Dazu gehören unter anderem Flüssigseife, Einmalhandtücher und ggf. Händedesinfektionsmittel, welche in Sanitären Einrichtungen bereitgestellt und immer wieder aufgefüllt werden müssen.  
  • Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen muss außerdem ein Konzept zur Belüftung vorliegen. Damit ein regelmäßiger Luftaustausch gewährleistet werden kann, muss die Lüftungsfrequenz an die Raumgröße und Nutzung angepasst werden.  
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist den Teilnehmern zu empfehlen und kann innerhalb des eines individuellen Hygieneschutzkonzeptes verpflichtend sein. 

Regionale Unterschiede 

Infektions- und Hygieneschutz ist Ländersache. Auch wenn es bundeweit beschlossene Richtlinien gibt, unterschieden sich die gesetzlichen Vorgaben von Bundesland zu Bundesland teils erheblich. Damit ein Hygienekonzept genehmigt und die dazugehörige Veranstaltung stattfinden kann, muss es den länderspezifischen Besonderheiten und gesetzlichen Vorschriften zum Infektionsschutz des jeweiligen Bundeslandes entsprechen. Bei der professionellen Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzeptes durch einen Dienstleister ist sichergestellt, dass alle regionalen Verordnungen berücksichtig werden und auch auf kurzfristige Anpassungen, zum Beispiel aufgrund der sich veränderten Infektionslage, eingegangen werden kann.  

Was sind die Vorteile eines professionellen Hygienekonzeptes? 

Ein individuelles und gut durchdachtes Hygienekonzept ist zurzeit Grundvoraussetzung für jede größere Veranstaltung. Es sollte perfekt zu den lokalen Begebenheiten passen und sich nahtlos dem obligatorischen Sicherheitskonzept anpassen. Die Art der Veranstaltung, wie Volksfest, Weihnachtsmarkt, Konzert, Theaterbesuch etc., muss bei der Erstellung eines Hygieneschutzkonzeptes ebenso bedacht werden wie die Anzahl der Personen, die teilnehmen werden. Um das Personal und die Teilnehmer der Veranstaltung gleichermaßen zu schützen, ist ein 100% sicheres Hygienekonzept essentiell. Durch professionelle Beratung bei der Erstellung eines Schutz- und Hygieneplans werden alle wichtigen Punkte beachtet, gesetzliche Vorgaben eingearbeitet und richtlinienkonform erfüllt. Professionelle Anbieter von Hygienekonzepten beschäftigen sich den ganzen Tag mit nichts anderem, so dass ein Veranstalter sich voll und ganz darauf verlassen kann, dass seine Veranstaltung mit einem professionell erstellten Hygienekonzept mit maximaler Sicherheit punkten kann. 

Ist eine Hygieneschutzvorlage nicht ausreichend? 

Es klingt auf den ersten Blick einfach und vor allem günstiger, eine Hygieneschutzvorlage vom Gesundheitsamt oder der IHK zu verwenden, und der einfache Weg ist natürlich auch verlockend. Aber es darf nicht vergessen werden, dass eine Hygieneschutzvorlage nichts anderes als ein standardisiertes Hygienekonzept ist. Es mag sein, dass ein solches Konzept zufälligerweise genau auf die eine Veranstaltung passt, dennoch sind die meisten Veranstaltungen und Events doch sehr unterschiedlich. Das beginnt schon bei der Art der Veranstaltung. Ein Outdoor Festival mit bis zu 500 Personen braucht ein völlig anderes Hygienekonzept als eine bestuhlte Theatervorstellung im geschlossenen Raum für 50 Besucher. Die Veranstaltungsräumlichkeiten und -gelände haben außerdem verschiedene Größen, Laufwege, Ausstattungen und Schnitte. Die Besucherzahl ist immer unterschiedlich und jedes Bundesland hat unterschiedliche Vorgaben, die eingehalten werden müssen. Jede Veranstaltung benötigt außerdem zusätzlich zum Hygienekonzept auch ein Sicherheitskonzept und beide müssen ineinandergreifen. Jedes Hygienekonzept ist so individuell wie die Veranstaltung selbst und sollte demnach auch perfekt zugeschnitten werden. Nur so ist der Veranstalter auch auf der sicheren Seite. 

Hygieneschutzvorlage oder individuell erstelltes Hygienekonzept? 

Am Ende liegt die Entscheidung in den Händen des Veranstalters, ob er einen professionellen Berater zur Erstellung eines Hygieneschutzkonzeptes zu Rate zieht, oder anhand einer Hygieneschutzvorlage selber ein Konzept erstellen möchte. Wer Geld sparen möchte, versucht sicherlich erst einmal den Weg über eine Hygieneschutzvorlage. Wer für seine Veranstaltung maximale Sicherheit gewährleisten und außerdem sicher gehen möchte, dass sein Konzept genehmigt wird, sollte sich direkt ein professionelles Hygienekonzept erstellen lassen.  

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